Migration aus Afrika: Sahara als neue Grenze Europas | NZZ Format
Migration aus Afrika: Sahara als Europas verlängerte Grenze
Europas neue Grenze in Afrika - wie Migranten niemals das Mittelmeer erreichen sollen
Immer mehr Menschen versuchen von Zentralafrika nach Europa zu kommen. Die EU stört diese Migrationsbewegung und sie versucht, die Menschen noch in der Sahara zu stoppen. «NZZ Format» begleitet zwei Männer auf ihrer gefährlichen Reise ans Mittelmeer.
Christian und David versuchen, nicht von der Ladefläche des Pick-ups zu fallen, den ihr Schmuggler in mörderischem Tempo durch die Wüste navigiert. Wie Hunderttausende vor ihnen sind die beiden Nigerianer unterwegs von Zentralafrika an die libysche Mittelmeerküste. Sie wollen nach Europa, um sich dort ein besseres Leben aufzubauen.
Die Europäische Union stört diese Migrationsbewegung aus Afrika und möchte sie stoppen. Milliarden von Euro werden deshalb in Anti-Migrations-Projekte investiert. Lokale afrikanische Kräfte sollen Migranten noch in der Sahara stoppen und so die Wüsten de facto zu Europas äusserster Grenze machen. Das Gebiet ist so abgelegen, dass nicht einmal die Staaten, zu denen es gehört, darüber Kontrolle haben, und so profitieren von der EU-Politik auch Warlords, Menschenhändler und Banditen.
«NZZ Format» begleitet Migrantinnen und Migranten auf dem gefährlichsten Teil ihrer Reise: der Durchquerung der Sahara.
Aus den Recherchen für diesen Film ist ausserdem eine 5-teilige Podcast-Serie entstanden: «250 Dollar - Wie ich einen Menschen freikaufe».
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Ein Dokumentarfilm von Alex Spörndli
Filmmusik von Louis Edlinger